Die Cloud ist etwas Schönes: Egal ob es um Telefonie, Projektmanagement oder Datenverwaltung geht — immer mehr Privatpersonen und Unternehmen setzen auf smarte Lösungen ohne lästigen IT-Ballast. Und dennoch: Die sogenannte „German Angst“ um Daten stellt noch immer ein Hindernis für die Entfaltung der Cloud in Unternehmen dar. Wir haben uns daher gefragt: Wie steht um die Sicherheit in der Cloud? Sind eure Daten sicher oder ist die German Angst gerechtfertigt?

Sobald ihr damit durchstartet, euch von euren internen Servern zu trennen und somit eure Daten nicht mehr dort, sondern in der Cloud zu lagern, stellen sich euch vorab wahrscheinlich viele Fragen;

  1. Wohin wandern unsere Daten eigentlich?
  2. Wer hat Zugriff auf unsere Daten?
  3. Sind unsere Daten überhaupt sicher?

Dies sind natürlich wichtige Fragen, denn die Sicherheit eurer Daten hat höchste Priorität. Doch um euch zu beruhigen: Natürlich schwirren eure Daten nicht willkürlich durch die Tiefen des Webs. Nein, sie sind in den Rechenzentren des von euch gewählten Cloud-Providers hinterlegt. Somit hängt die Sicherheit eurer Daten auch davon ab, für welchen Provider ihr euch entscheidet.

Datensicherheit an erster Stelle

Ängste entstehen natürlich nicht ohne Grund. Immer wieder zeigen uns Hacker-Angriffe und Datenlecks, dass manche Dinge doch nicht so sicher sind, wie uns vorgegeben wird. Aber trifft das auch auf die Cloud zu? Nein! Oder habt ihr schon einmal von einem Fall im B2B-Bereich gehört? Denn wenn ihr eure Dokumente, Daten und Kontakte in der Cloud speichert, könnt ihr davon ausgehen, dass sie in den besten Händen sind. Die IT der Cloud-Anbieter besteht nur aus Profis – anders als bei den meisten kleinen Unternehmen, wo die Server zum Teil noch in die Besenkammer gestellt werden. Und selbst wenn ihr zweifelt, könnt ihr euch die Sicherheit anhand von Zertifikaten wie zum Beispiel Certified Cloud bescheinigen lassen. 

Sicherheit in der Cloud: Die innere Sicherheit

Damit eure Daten umfangreich geschützt werden, kümmert sich die IT der Rechenzentren darum, dass eure Daten sowohl im Zentrum selbst als auch während des Datentransfers vor Hacker-Angriffen und Viren geschützt. Damit dies gelingt, ist die Kommunikation zwischen eurem Rechner und dem Server im Rechenzentrum stets verschlüsselt.

Exkurs: Verschlüsselung

Verschlüsselung ist natürlich ein sehr fiktiver Begriff. Dabei steckt dahinter ein fast schon simples Prinzip. Der aktuell höchste Verschlüsselungsstandard heißt AES-256 — er wird selbst in den USA für staatliche Dokumente mit der höchsten Geheimhaltungsstufe verwendet. Eure Daten werden dabei mithilfe von zufällig generierten Werten verschlüsselt. Dabei werden die einzelnen Datenblöcke der zu verschlüsselnden Daten über mathematische und arithmetische Verfahren miteinander kombiniert. Aufgrund dieser zufällig entstehenden Werte können Hacker keine wiederkehrenden Muster in euren verschlüsselten Daten erkennen und somit nicht auf die Informationen zugreifen. Die Daten können nur über den entsprechenden Schlüssel entschlüsselt werden.

Sicherheit in der Cloud: Verschlüsselung

Mithilfe von Verschlüsselung werden eure Daten optimal geschützt | pexels.com/pixabay

Auch die äußere Sicherheit zählt

Neben der internen Sicherheit der Zentren und des Datentransfers ist natürlich auch die physische Sicherheit der Rechenzentren von großer Bedeutung. Auch hier gibt es entsprechende Maßnahmen, um die Gebäude zu schützen. So werden zum Beispiel alle Rechenzentren von geschultem Personal überwacht und gegen Einbrüche gesichert. Zudem sind die Gebäude nach den neusten Brandschutzbestimmungen gebaut und selbst im Falle eines Stromausfalls wird die Versorgung über Notstromaggregate gesichert. Rechenzentren wie die von eShelter ähneln dabei meist Hochsicherheitstrakten. Nur autorisiertes Personal bekommt Zugang über mehrere Sicherheitsschleusen. Was keiner weiß: Die meisten Rechenzentren werden quasi doppelt gebaut. Das heißt selbst wenn das eine Rechenzentrum angegriffen oder ähnliches wird, gibt es in der Nähe eine exakte Kopie des Zentrums inklusive aller Daten.

Sicherheit in der Cloud: Das sagen Studien

Natürlich haben sich auch einige Studien mit dem Thema Sicherheit in der Cloud beschäftigt. Bei der Recherche sind wir dabei auf eine Studie von Gemalto gestoßen. Besonders interessant war dabei der Aspekt Das Rennen um die Cloud-Sicherheit:

Sicherheit in der Cloud: Deutschland führt

Die Grafik zeigt den internationalen Ländervergleich in Sachen Cloudsicherheit | ©Gemalto

Diese Punkte zeigen, gerade im internationalen Vergleich, dass weitaus mehr in Sachen Cloudsicherheit passiert, als so manch ein Skeptiker vielleicht denkt. Und dennoch: Es ist zwar immer gut, neue Dinge mit einer gewissen Skepsis zu betrachten aber sie von vorneherein, ohne auszuprobieren als schlecht abzustempeln ist falsch.

Sicherheit in der Cloud: Wir alle müssen unseren Beitrag leisten

Wichtig ist vor allem eines: Wir alle haben unseren Beitrag zur Datensicherheit zu leisten. Nicht nur die Rechenzentren und Cloud-Provider stehen in der Pflicht, nein, auch die User — sprich ihr und eure Kollegen aber auch jede Privatpersonen, die die Cloud nutzt. Wie das am besten geht? Mit sicheren und effektiven Passwörtern und dem Vertrauen in smarte Anbieter.