Egal ob kleine, mittlere oder große Unternehmen: Projekte zählen — gerade in der IT — mittlerweile zu einer festen Größe des Tagesgeschäfts. Für Unternehmen ist es daher besonders wichtig, dass sie über ein solides Projektmanagement verfügen, denn dieses stellt einen essenziellen Faktor für den Erfolg des Projekts dar. Dabei gibt es vor allem zwei Projektmanagement-Methoden, die für Unternehmen interessant sind. Wir haben beide miteinander verglichen und zeigen euch Lösungen für agiles Projektmanagement.

Kerneigenschaft eines erfolgreichen Projekts ist es, dass das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen ausgeglichen ist und das Unternehmen am Ende vom Projekt profitiert. Ein gut durchdachtes Projektmanagement bildet dabei einen Grundpfeiler für den Erfolg. Wichtig ist, dass ein Projekt nicht „einfach so“ organisiert wird, sondern von Anfang an strukturiert ist. Für die Strukturierung rücken vor allem zwei Projektmanagement-Methoden — agil vs. klassisch — in den Vordergrund.

Projektmanagement-Methoden: Agil vs. klassisch

Während das klassische Projektmanagement sehr phasenorientiert ist, zeichnen sich agile Methoden vor allem durch ihre Dynamik aus. Auch in weiteren Punkten gibt es große Unterschiede:

Das klassische Projektmanagement

Das klassische Projektmanagement ist vor allem durch seinen klaren Aufbau gekennzeichnet. Bereits zu Beginn wird die Zielformulierung vorgenommen und der Verlauf des Projekts wird in einzelne Phasen mit Zwischenschritten gegliedert. Durchgeführt wird das Projekt meist von einem festen Team mit fest definierter Projektleitung. Zudem gibt es diverse Stakeholer so wie teilweise große Anforderungen an Dokumentation und Umsetzung.

Zum Vergleich: Agiles Projektmanagement

Agiles Projektmanagement wirkt auf den ersten Blick weniger organisiert. Dies liegt jedoch daran, dass diese Methode weitaus dynamischer ist als die klassische Methode. Dabei haben die bekanntesten Ansätze wie Scrum oder Kanban die Prämisse, dass Projekte — gerade in der IT — komplex und schnell veränderlich sind und sie nicht von Beginn an linear festgehalten werden können. Ungeplante Anforderungen, die im Laufe eines jeden Projekts auftreten, können so durch dynamisches Handeln und dem Freiraum für spontane Umplanungsmöglichkeiten schnell erfüllt werden. Dafür steht meist ein kleines, dynamisches Team mit wenig Abhängigkeiten und Stakeholdern zur Verfügung.

 

Welche Projektmanagement-Methode verwendet ihr? | pexels.com/Pixabay

Zwei Ansätze, verschiedene Vorzüge

Je nach Art des Projekts haben beide Ansätze verschiedene Vorteile. Hier muss das Unternehmen abwägen, welche Methode sich für den Verlauf besser eignet. Wenn die Anforderungen an das Projekt und die nötigen Ressourcen sowie das Ziel bereits zu Beginn fest definiert und gegeben sind, lohnt sich meist das klassische Projektmanagement mehr. Ist aber keine weitsichtige Planung möglich und es kommt zu häufigen Änderungen im Projektverlauf eignet sich die agile Methode besser.

Auch das Team ist wichtig

Daneben muss das Unternehmen ebenfalls darauf achten, dass die Arbeitseinstellungen der verschiedenen Teammitglieder synchron sind. Kollegen, die mehr Erfahrung mit der agilen Methode haben, könnte es schwerfallen wieder zur Struktur der klassischen Methode zurückzukehren. Umgekehrt könnte die Dynamik der agilen Methode eine Hürde für Kollegen aus dem klassischen Projektmanagement darstellen. So müssen die Kollegen entweder in die jeweils andere Methode eingearbeitet werden oder das Unternehmen formiert bereits zu Beginn homogene Teams.

Cloud unterstützt agiles Projektmanagement

Mit dem Einsatz von Cloudlösungen im Bereich Projektmanagement findet ein eindeutiger Wertewechsel statt. Strukturierte Abläufe weichen eigenen sozialen Netzwerken, in denen die Kollegen miteinander agieren. Zudem werden Entscheidungen nicht mehr nur von oben nach unten (Top-down) getroffen, sondern auch Ansätze aus dem Team (Bottom-up) können in den Prozess integriert werden. Die hierarchische Struktur wird somit teilweise aufgelöst. Die Kollegen bekommen so mehr Eigenverantwortung bei der Bearbeitung und Pflege der Aufgaben. Trotzdem behält der Projektleiter seine Steuerfunktion und kann in schwierigen Situationen eingreifen. Auch spielen Ort und Zeit durch den Einsatz von SaaS-Lösungen keine Rolle mehr: Das Team kann ortsunabhängig miteinander arbeiten und das Projekt vorantreiben.

Fazit: Methode von vielen Faktoren abhängig

Die Auswahl der richtigen Projektmanagement-Methode ist von verschiedenen Faktoren wie dem Team, den Rahmenbedingungen und den gegebenen Ressourcen abhängig. Gerade in kleinen Unternehmen, die auch mit SaaS-Lösungen arbeiten, lohnt sich der Blick auf die agile Methode. In großen Unternehmen mit vielen strukturierten Projekten ist meist der klassische Ansatz von Vorteil. Oftmals kann aber auch eine Mischung aus beiden Methoden den gewünschten Erfolg bringen. Auch dies ist abhängig von den äußeren Umständen.

 

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