Die Lösung für Anwender von professionellen ERP-Systemen durch Trennung von Frontend und Backend

Der Online-Hype ist nicht aufzuhalten. Nicht zuletzt weil die globale Pandemie die Verhältnisse zwischen stationären Geschäften und Onlineshops im Einzelhandel neu geordnet hat, wollen und müssen auch Fertigungsunternehmen im Direktvertrieb, die bereits über hochkomplexe ERP-Systeme verfügen, einen E-Commerce Kanal betreiben.

Die Anforderungen an Business-Modelle im E-Commerce, aber auch die Erwartungen der Konsumenten sind heute so groß, dass es nur wenige Anwendungsbereiche gibt, in denen All-in-One-Lösungen überzeugen können. Schaut man die Auswahl möglicher Schnittstellen an oder wählt man den Weg der redundanten Datenhaltung, wird schnell klar, dass die eigentlichen Anforderungen an den Arbeits- und Systemprozessen ausgerichtet werden müssen.

Durch die Beschreibung komplexer E-Commerce-Architekturen sind viele Entscheider zögerlich. Manchen fehlt es noch an der Notwendigkeit die bestehenden Systeme genau zu analysieren. Andere haben sich von den Versprechen einer Baukasten-Lösung überzeugen lassen, auch weil es an qualifizierten Ressourcen mangelt, um das Thema auf einer tieferen Ebene voranzutreiben. Schließlich sind die Budgets, die für E-Commerce-Projekte bereitgestellt werden, sehr häufig deutlich kleiner, als nötig. Es gibt viele Gründe, warum man sich mit vermeintlich komplexen Systemen nicht beschäftigt.

Headless Commerce bietet Online-Händlern eine echte Alternative 

Moderner B2C-Commerce ist heute hyperpersonalisiert, über alle Kanäle und Geräte hinweg optimiert sowie synchronisiert und vor allem in Echtzeit nachvollziehbar. Durch die eigenen Erfahrungen im privaten B2C Onlineshopping, fordern auch B2B Konsument:innen ein vergleichbar bequemes und kundenzentriertes Einkaufserlebnis. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis B2B-Kund:innen eine ähnliche Customer Experience von ihren B2B-Händlern erwarten.

Unternehmen müssen sich weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Ergebnisse von Studien machen eines klar: Der globale Wettbewerb hat sich verschärft. Dreiviertel der befragten Entscheider gaben an, dass sie heute mehr Konkurrenz vorfinden als noch vor einem Jahr.

Headless Commerce ist eine E-Commerce-Architektur, bei welcher Frontend und Backend, also User Interface und zentrale Schaltstelle, also das ERP-System unabhängig voneinander operieren. Dadurch kann gleichermaßen eine stabile Basis und eine technische Flexibilität, die E-Commerce-Landschaft zu individualisieren, gewährleistet werden. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen.

Headless Commerce bietet die Möglichkeit, Onlineshops zu individualisieren, die Performance zu verbessern und die User Experience zu optimieren. Etablierte ERP-Businessprozesse bleiben erhalten, keinerlei redundante Datenhaltung erforderlich. Im Vergleich zu traditionellen E-Commerce Plattformen, die alles aus einer Hand liefern, bietet Headless-Commerce deutlich mehr Möglichkeiten in Sachen Individualisierung. Insbesondere bei der Customer Journey kann es beispielsweise sinnvoll sein, bestehende individualisierte Lösungen anbinden zu können.

Quelle: Shopware/Infor

Headless Commerce: Jedes System erfüllt seinen ursprünglichen Zweck, es tut was es am besten kann!

Das Frontend soll unabhängig von den Backendprozessen arbeiten. Die technische Lösung dafür ist eine Headless-Commerce-Plattform. Dabei sind die Außendarstellung im Frontend von der Geschäftslogik im Backend technisch getrennt. So hat man eigenständige Systeme. Weil Frontend und Backend aber nicht zwei vollkommen unterschiedliche Welten sind und miteinander kommunizieren müssen, sind die einzelnen Komponenten verbunden.

Die blackpoint GmbH, Allianzpartner des ERP Cloudsuite Anbieters Infor (Deutschland) GmbH, hat mit der Shopware2ION App, den Onlineshop der Shopware AG mit dem Infor Intelligent Open Network, dem skalierbaren Middleware-Framework verbunden. ION erlaubt nicht nur den barrierefreien Datenaustausch, sondern verbindet, kombiniert und ergänzt die Prozesse einzelner Anwendungen zu einem ganzheitlichen Geschäftsprozess. Dadurch wird eine maximal durchgängige Effizienz erzielt.

In einer solchen Headless Commerce Infrastruktur tut jedes System genau das, was es am besten kann. Etablierte ERP-Geschäftsprozesse bleiben erhalten, es gibt keine komplexen, schwer anpassbaren Schnittstellen mehr. Automatisierung wird maximiert und verschiedene, unabhängige Dienste können bei Bedarf einfach ausgetauscht werden können. Das ist ein Plus für Schnelligkeit und sichere Updates – die Themen, auf die es heute wirklich ankommt.

Bildquellen

  • Beitrag: Shopware/Infor
  • Header: Shopware/Infor