Smart Business — Was zu Beginn nach einem Trend in Sachen Bürobekleidung klingt, bedeutet weitaus mehr als die Garderobe am Arbeitsplatz zu wechseln. Es bedeutet einen vollständigen Wechsel am Arbeitsplatz selbst. Doch was ist Smart Business und woher kommt dieser Begriff eigentlich?
Den Begriff Smart Business über eine herkömmliche Beschreibung zu definieren ist bis heute tatsächlich noch nicht gelungen. Vielmehr ist ein Unternehmen smart, wenn es sich die innovative Technik, die uns heutzutage zur Verfügung steht, zu Nutze macht. Diese Technik bezieht sich dabei vor allem auf Cloud-Lösungen, die es möglich machen, auch ohne Software-Infrastruktur effizient zu arbeiten.

Smart Business am Beispiel Südkorea

Wer denkt, dass die Deutschen eine wahre Arbeiternation sind, der sollte einmal einen genaueren Blick nach Südkorea werfen. Im Jahr 2009 untersuchte die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ihre Mitgliedstaaten nach Arbeitsbelastung und Produktivität. Dabei wurde festgestellt, dass Südkoreaner mit durchschnittlich 2074 Arbeitsstunden (im Vergleich: Deutschland kommt auf ca. 1309 Arbeitsstunden) pro Jahr faktisch mehr Arbeiten als Leben. Trotzdem lag Südkorea in Sachen Produktivität auf einem der hinteren Plätze. Doch wie kann das sein?

Arbeite smart, nicht hart

Um diesen Negativtrend entgegenzuwirken, hat sich Südkoreas Regierung damals zum Ziel gesetzt, dass im Jahr 2015 30 % der Bevölkerung von zuhause oder in sogenannten „Smart Working Centern“ arbeiten soll. Und wie sich zeigt, gelang dies mit vollem Erfolg. Der US-amerikanische Cloudservice-Anbieter VNware fand in einer Studie heraus, dass mittlerweile 8 von 10 Koreanern als sogenannte „Smart Worker“ bezeichnet werden können. Das bedeutet: mobile Büros, virtuelle Meetings und Arbeiten in Außenstellen. Klingt nach einem Traum, oder? Die Studie, die 100 Arbeitnehmer zwischen 18 und 64 Jahren befragte, fand heraus, dass 82% der Befragten teilweise außerhalb des Büros arbeiten — entweder von daheim oder von unterwegs.

Wie ist das möglich?

Möglich macht dies alles der intelligente Einsatz von Cloud-Infrastruktur, da diese die Grundlage für smartes Arbeiten bildet. Wenn Unternehmen auf Cloudlösungen zurückgreifen, sparen sie sich so die nervige Installation von Software auf den Rechnern. Mitarbeiter können so auf alle wichtigen Programme wie zum Beispiel Buchhaltung, Zeiterfassung und Kommunikationskanäle über das Internet zugreifen. Dafür können sie in den meisten Fällen sogar ihre eigenen Rechner benutzen, was das Arbeiten noch einmal entspannter gestaltet. Zudem ist nicht mehr zwingend ein zentralistisch gestaltetes Büro notwendig, da Meetings und Austausch über diverse Cloudlösungen via Internet stattfinden können. So kommuniziere ich derzeit zum Beispiel mit unserem Webdesigner, der seinen Sitz in Berlin hat — und es funktioniert.

Fazit: Smart Business als Lösung verstehen

Zusammengefasst kann man den Begriff „Smart Business“ eher als eine Art Lösung für den bestehenden Arbeitsmarkt verstehen. Wenn ihr euer Business smart macht, dann geht ihr einen großen Schritt in eine produktivere und effizientere Arbeitswelt. Fändet ihr es nicht auch schön, wo und wann ihr wollt zu arbeiten? Eure Freizeit und euren Beruf mehr miteinander in Einklang zu bringen und dabei bessere Ergebnisse abzuliefern als nach dem üblichen 9-to-5-Prinzip? Und vor allem eines: Spaß an der Arbeit zu haben, weil nervige Prozesse und eine einschläfernde Infrastruktur jeden Workflow killen? Dann solltet auch ihr euer Team smart machen. Es hilft jedem einzelnen Kollegen und ist gleichzeitig ein Wachstumsschub für das ganze Unternehmen.