Sprichwörtlich heißt es ja: Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben. Aber mal ehrlich: Statt viele Wege aufgrund der eigenen Vergesslichkeit zu gehen, wäre es doch viel schöner, die eigenen Gedanken kompakt und gut sortiert zur Verfügung zu haben. Doch wie soll das gehen? Einen Anreiz können hier digitale Notizbücher, das virtuelle Pendant zur allseits beliebten Zettelwirtschaft, geben. In diesem Beitrag wollen wir euch zeigen, was dahinter steckt und welche Formen der digitalen Gedankenspeicher es gibt.

Vielleicht kennt ihr es auch: Euer PC-Bildschirm klebt voller Post-It-Zetteln und wichtige Gedanken aus Chat-Gesprächen mit den Kollegen sendet ihr euch per Copy & Paste per E-Mail zu. Und die E-Mail geht dann in der Flut der anderen Mails unter. Ein Klassiker, der auch im digitalen Bürozeitalter häufiger vorkommt, als manch einer von euch vielleicht denkt. Doch wie kann man der Zettelwirtschaft und der Unordnung effizient entgegenwirken? Ganz einfach: Digitalisiert eure Gedanken. Dank einer Vielzahl von smarten Lösungen bringt ihr schneller Ordnung in eure Gedanken als ihr OneNote sagen könnt.

Zu Beginn: Was sind digitale Notizbücher?

Keine Sorge: Die digitale Gedankenstütze ist kein komplexes Hexenwerk. Vielmehr sind die Online-Notizbücher ein digitaler Speicher für eure Gedanken. Das können Texte, Bilder Links oder ganz einfach eure generellen Gedanken sein — nur dass sie anstatt auf Papier digital auf eurem Rechner gespeichert sind. Kein Papierchaos mehr. Toll, oder? Zudem könnt ihr eure Notizen einheitlich sortieren. Viele Dienste bieten hier zum Beispiel das kategorisieren in Listen oder Themen ein, die ihr hierarchisch und individuell nach euren Bedürfnissen aufbauen könnt. Wenn ihr zudem auf einen Anbieter aus der Cloud zurückgreift, habt ihr den Vorteil, dass ihr von überall auf eure Notizen zugreifen könnt. Selbst der spontane Gedankenblitz in der Bahn lässt sich so schnell festhalten und zu einem späteren Zeitpunkt weiter ausführen — was will man mehr?

Digitale Notizbücher: Diese Lösungen gibt es

Natürlich gibt es mittlerweile schon eine Vielzahl an Anbietern für die Digitalisierung eurer Gedanken. Damit ihr in dieser Flut von Angeboten nicht untergeht, wollen wir euch einmal die wichtigsten genauer Vorstellen.

Der Evergreen: EverNote

Fast überall bekannt und ein wahrer Evergreen unter den Notizbüchern ist das Programm Evernote. Hierbei wollen wir heute den Fokus auf die aktuelle Browser-Erweiterung des Dienstes legen. Diese ist gänzlich schnell installiert und schon könnt ihr loslegen: Mit der  Erweiterung könnt ihr alles Wichtige, was euch im Web über den Weg läuft „clippen“ wie zum Beispiel Artikel, Fotos, Videos  aber auch ganze Webseiten. Für Einsteiger sind die meisten Funktionen kostenfrei, es gibt auch eine Pro-Version, die aber nicht zwingend notwendig ist. Zudem gibt es das Tool als App für Android und iOS.

Digitale Notizbücher Evernote

So sieht die Benutzeroberfläche in Evernote aus | ©Evernote

Taggen und Clippen nach Lust und Laune

Kurz gesagt: Mit dem Clipper könnt ihr das Web nach Lust und Laune in für euch passende Fragmente einteilen und nach euren Bedürfnissen sortieren. Ebenfalls eine wichtige Funktion: das Tagging. Mit dieser Funktion könnt ihr eure geclippten Fragmente bestimmten Themen zuordnen und habt eine noch übersichtlichere Strukturierung eurer Notizen. Und das macht es einem „echten“ Notizbuch auch so ähnlich. Denn hier legt ihr ja häufig ebenfalls nur Fragmente, kurze Gedanken oder Ausschnitte ab – und nicht einen halben Roman.

Einer für Alles — Mit OneNote eure Notizen verwalten

Der zweite Klassiker kommt aus dem Hause Microsoft. Erhältlich als Teil des Office 365-Pakets habt ihr mit OneNote den idealen Begleiter für Notizen, Brainstormings und alles, was euch im Kopf vorgeht. Obwohl das Tool bereits seit 2003 fester Bestandteil des Office-Pakets ist, führte es doch eher ein Schattendasein im Vergleich zu den anderen Office-Applikationen. Erst mit der steigenden Popularität von Tablets mit Stiftbedienung sowie der Möglichkeit, digitale Notizbücher in der Cloud zu speichern (OneNote lässt sich super mit OneDrive verknüpfen), konnte OneNote seinen Bekanntheitsgrad steigern.

Vielfache Funktionen

Zurecht! Denn das Programm bietet euch vielfache Funktionen, die endlich Ordnung in eure Zettelwirtschaft bringen. Ihr könnt Notizbücher für jedes Anliegen erstellen. Selbst Skizzen und handgeschriebene Notizen sind im Handumdrehen erstellt und dank Cloud-Speicher gehen sie im Vergleich zum haptischen Buch oder Post-It-Zetteln nicht verloren. Auch Grafiken, Bilder, Listen, Dokumente sowie alle anderen multimedialen Inhalte lassen sich prima in OneNote kategorisieren und ordnen. Das Tolle: Über eine Share-Funktion könnt ihr eure Notizen mit den Kollegen teilen und gemeinsam bearbeiten. Ein echter Allrounder, also. Zu guter Letzt könnt ihr alle eure Notizen in jedem beliebigen Format abspeichern.

Digitale Notizbücher OneNote

So vielfältig könnt ihr in OneNote agieren | ©iTunesStore

 

Notizen für den Meister

Das Schöne an beiden Tools: Sie lassen sich prima in das Aufgabenverwaltungstool MeisterTask integrieren. So könnt ihr eurer Teamarbeit noch mehr Würze geben. Probiert es einfach mal aus.

Fazit: Digitale Notizbücher für euren Erfolg

Auch wenn wir euch hier nur zwei mögliche Lösungen vorgestellt haben, gibt es doch eine Vielzahl an digitalen Notizbüchern. Zudem erfreuen sich die digitalen Gedankenstützer immer größerer Beliebtheit — und vielleicht bald auch eurer? Probiert es einfach mal aus und überzeugt euch selbst.

OneNote als Teil von Office 365

Office 365 bietet euch die Vielfalt der Microsoft Office Applikationen. Hier könnt ihr euch als Bestandteil des Pakets auch OneNote zulegen und fleißig eure Notizen schreiben.

MeisterTask zur Integration

Alle digitalen Notizbüchern lassen sich schnell in MeisterTask integrieren. So könnt ihr noch effektiver zusammenarbeiten.